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01/2012

I. Berufseignungstest für
Fahrlehrerbewerber (BET-F)

Der im Jahr 2006 unter Leitung der Professoren Gerd Sackmann und Dietmar Sturzbecher entwickelte Berufseignungstest (BET-F) ist eine wertvolle Entscheidungshilfe für Interessenten am Fahrlehrerberuf und ebenso für öffentliche und private Leistungsträger, die für die Kosten der Ausbildung angehender Fahrlehrer aufkommen. Im Testverfahren wird vor allem ermittelt, ob der Proband über die für den Fahrlehrerberuf erforderlichen Schlüsselqualifikationen verfügt. Die bisher vorliegenden Ergebnisse lassen auf hohe Validität des Tests schließen.

S. dazu auch den Artikel Berufseignungstest für Interessenten am Fahrlehrerberuf (BET-F), erschienen im Newsletter 2/2007 ...

 

II. Fahrausbildung mit integrierter Praxisphase (FiP)

Das unter der Leitung von Professor Klaus Langwieder stehende Projekt zielt vor allem auf die obligatorische Einbeziehung erprobter Erfahrungselemente in das in Deutschland bewährte System der Fahrausbildung. Das noch immer hohe Unfallrisiko der Fahranfänger soll durch inhaltlich sorgsam aufeinander abgestimmte und verknüpfte Phasen der Ausbildung, Eigenerfahrung, Beobachtung, Nachbetreuung und Bewährung gemindert werden. Die Realisierung des Konzepts verlangt die Mitwirkung des Gesetzgebers. 

 

III. Fahrlehrer-Anerkennung in Europa

Bei diesem unter Leitung von Dr. Hanns Chr. Heinrich stehenden Projekt geht es um die Umsetzung der Richtlinie 2005/36/EG über die gegenseitige Anerkennung von Berufsbefähigungszeugnissen, die auch für Fahrlehrer und Fahrschulinhaber gilt. Nach dem geltenden Recht sind Berufsbefähigungszeugnisse von Fahrlehrern aus den EU- und EWR-Staaten sowie der Schweiz in Deutschland anzuerkennen und in eine deutsche Fahrlehrerlaubnis „umzuschreiben“. Die Umschreibung ist an die Erfüllung gewisser Voraussetzungen, wie deutsche Sprachkenntnisse, vergleichbare Berufsqualifikation und Prüfungsanforderungen sowie Berufserfahrung, gebunden. Die Arbeitsgruppe hat im Winter 2008/09 eine umfassende Synopse erarbeitet, die den Ist-Stand der unterschiedlichen Anforderungen an den beruflichen Werdegang von Fahrlehrern in den Staaten der EU, des EWR, der Schweiz und beitrittswilliger Staaten aufzeigt. Die Synopse hilft den deutschen Behörden, Anträge ausländischer Fahrlehrer auf Erteilung einer deutschen Fahrlehr- oder Fahrschulerlaubnis objektiv zu beurteilen. Die Entwicklung in den genannten Staaten wird weiter beobachtet und die Synopse wird in regelmäßigen Abständen fortgeschrieben.

Download (PDF-Dateien):

S. dazu auch den Artikel Anforderungen an Fahrlehrer in Europa, erschienen im Newsletter 5/2009 ...

 

IV. Neuauflage des Fachbuchs „Mobilitätsbehinderte und Kraftfahrzeug“

Das 1997 erstmalig im Eigenverlag der DFA erschienene Werk gilt in der Fachwelt als umfassendes Vademekum für alle Aspekte und Fragestellungen des Führerscheinerwerbs durch mobilitätsbehinderte Menschen. Abgesehen von substanziellen Rechtsänderungen haben sich auf dem Gebiet der Rehabilitation und Betreuung mobilitätsbehinderter Menschen, speziell auch hinsichtlich ihrer individuellen Mobilität, in den letzten anderthalb Jahrzehnten neue wissenschaftliche Erkenntnisse und verbesserte technische Lösungen ergeben. Deshalb ist eine durchgreifende Aktualisierung des Werkes erforderlich geworden. Die neue Auflage ist Mitte 2010 erschienen und kann zum Preis von 19,50 € im Buchhandel oder bei der Servicegesellschaft der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände mbH bezogen werden. Mehr ...

 

V. Prüfungsaufgaben für die Fahrlehrerprüfung

Im Juli 2008 wurde im Vorstand der DFA der Grundsatzbeschluss zur Neufassung der Prüfungsfragenkataloge „Fahrlehrerprüfung“ gefasst. Die Projektleitung liegt in den Händen von Dipl.-Ing. Martin Jost. Es wurden vier Arbeitsgruppen zur Erarbeitung von Prüfungsfragen für die Fahrlehrerlaubnisklassen A, B, C/CE und D/DE gebildet. Die Prüfungsfragenkataloge der Klassen A und BE wurden zwischenzeitlich fertig gestellt. Die anderen Prüfungsfragenkataloge folgen im Laufe des Jahres 2012. (Aktualisiert 01/2012)

 

VI. Qualitätsmanagement-System für Fahrschulen

Das unter Mitwirkung von Professor Bruno Heilig und Dr. Hanns Ch. Heinrich entwickelte Qualitätsmanagement-System für Fahrschulen ist – vorbehaltlich erforderlicher Anpassungen an die nach § 34 Abs. 4 Fahrlehrergesetz zu erlassende Verordnung – fertig gestellt und einsatzbereit. Unmittelbar nach Verkündung der seit geraumer Zeit ausstehenden Verordnung nimmt das Entwicklungsteam etwa erforderliche Justierungen vor. Als nächster Schritt wird dann seitens der DFA der Antrag auf Begutachtung und Anerkennung des Systems durch die nach der Verordnung zuständige Stelle folgen.

S. dazu auch den Artikel QM-System der DFA startklar - Das lange Warten auf die Verordnung, erschienen im Newsletter 3/2008 ...