Was bedeutet die 1:1-Umsetzung, also die Verwendung des bisherigen
Fragenpools in der PC-Prüfung, für die Fahrschulen?
Fahrschüler sollten weiterhin mit den Papierfragebogen
lernen, aber zur Gewöhnung auch am PC üben, damit sie bei der Prüfung
keine böse Überraschung erleben. Für das Lernen mit Papierbogen gibt es
zusätzlich zu den klassischen Fragebogen für zu Hause den sogenannten
PC-Quick Check, der dem Schüler mit fünf amtlichen Prüfungssimulationen
ein Gefühl für die PC-Prüfung gibt.
Müssen sich die Fahrschulen jetzt eine große Anzahl
an Rechnern zulegen?
Die Erfahrung hat gezeigt, dass Fahrschulen für Zwecke
der Vorprüfung in der Regel sehr gut mit einem oder zwei Rechnern
auskommen. Die erforderliche Anzahl von Rechnern ist freilich auch
abhängig von der Anzahl der Schüler, der Größe der Unterrichtsräume und
den Öffnungszeiten.
Mit Einführung der PC-Prüfung werden Schüler, die das
Lernen am PC bereits gewohnt sind, mehrheitlich elektronische
Lernprodukte nutzen wollen. Welche Möglichkeiten stehen dem Schüler zur
Verfügung?
Wichtig war uns als Verlag eine Entwicklung, die an die
Schülerbedürfnisse angepasst ist und zugleich für die Fahrschule
Vorteile bringt, die mit Papierbogen nicht denkbar waren. Dabei sind
weder große Veränderungen noch große Investitionen nötig. Kurzum
Lernmedien, die der Schüler auf seiner Hardware zu Hause nutzt.
Was ist beim Üben mit elektronischen Lernmedien
anders als bei klassischen Papierbogen?
Beim klassischen Printbogen stößt man aufgrund des
amtlichen Aufbaus schnell an seine Grenzen. Mit den Papierbogen von
früher hat jeder Schüler gleich mit den richtigen Prüfungssimulationen
angefangen. Das war demotivierend – sowohl für den guten als auch für
den lernschwachen Schüler. Spätestens bei Bogen Nummer 40 hat man
aufgegeben, weil sich viele Fragen wiederholt haben. Das alles hat das
Auswendiglernen der Fragen und der Schablone gefördert. In der
elektronischen Welt hat man natürlich ganz andere Möglichkeiten, wie man
den Schüler zur Prüfungsreife führt.
Wie kann man den Schüler dazu ermuntern, die
Prüfungsfragen richtig zu lernen und sie dann auch tatsächlich zu
verstehen?
Unser Verlag hat sich bei der Entwicklung der
elektronischen Schülerlernmedien an der Fahrschüler-Ausbildungsordnung
orientiert und mit FAHREN LERNEN MAX – bestehend aus Lehrbuch und einem
Online-Zugang – ein Lernsystem entwickelt, das den Schüler vom Leichten
zum Schweren führt. Wir haben alle amtlichen Prüfungsfragen nach leicht,
mittelschwer und schwer eingeteilt. Am Anfang des Trainings übt der
Schüler zunächst mit den leichten Fragen, womit er schnell
Erfolgserlebnisse erzielt. Sobald der Schüler die leichten Fragen
beherrscht, werden ihm die mittelschweren und anschließend die schweren
Prüfungsfragen vorgelegt. Jede Stufe ist zudem in kleine Schritte
eingeteilt, um dem Schüler nicht zu große „Brocken“ vorzulegen.
Wiederholungen der falsch beantworteten und markierten Fragen helfen,
das Wissen zu vertiefen. Daraus ergibt sich für jeden Schüler ein
individuelles Lernprogramm. Diese Methode bezeichnen wir als „Geführten
Lernweg”.
Was folgt nach dem geführten Lernweg?
Jetzt kommt, was wir in Printform unseren Schülern
bislang direkt bei der Anmeldung übergeben haben: die offiziellen
Prüfungssimulationen – natürlich nach amtlichem Muster aufgebaut. Diese
Prüfungen bestehen übrigens hauptsächlich aus den Fragen, die der
Schüler im geführten Lernweg falsch gemacht hat. Wir können durch die
PC-Prüfung nun ganz anders auf Lernschwächen der Schüler eingehen als
früher.
Elektronisch bedeutet ja meistens auch mobil
Schüler mit Zugangsberechtigung können überall lernen,
wo sie über einen Internetanschluss verfügen – zu Hause, im Computerraum
der Schule, bei Freunden und eventuell sogar in der Fahrschule. Der
Lernstand wird zentral gespeichert. Zudem kann das Lernsystem auch auf
Palm-Geräten und Handys genutzt werden.
Was hat die Fahrschule davon?
Sie ist mit dabei: Anhand der Statistik kann
nachvollzogen werden, auf welchem Lernstand sich der Schüler befindet
und wo seine Schwächen liegen. Diese Informationen stehen dem Fahrlehrer
auch im Auto über seinen PDA zu Verfügung. So kann er noch gezielter auf
den Schüler eingehen. Zudem gibt es eine Gesamtstatistik über alle
Fahrschüler. Die Fahrschule kann somit automatisch ablesen, mit welchen
Themengebieten bzw. Prüfungsfragen sich ihre Fahrschüler schwertun.
Diese Schwachstellen der Schüler werden direkt in das
Unterrichtsprogramm PC-Professional übermittelt. So kann die Fahrschule
im Unterricht entsprechende Schwerpunkte setzen.
Was tun, wenn der Schüler keinen Internetzugang hat?
Für die Schüler ohne Internet gibt es FAHREN LERNEN MAX
USB-Stick. Das Lernprogramm ist das gleiche wie FAHREN LERNEN MAX
online. Programm und Lernstand sind auf dem USB-Stick gespeichert. Der
Schüler kann seinen Stick auch mobil nutzen und an unterschiedliche PC
ohne Installation zum Lernen anschließen.